Stufungswochenende 2026 – Gemeinsam wachsen und neue Wege gehen

Vom 4. bis zum 6. September 2026 war es wieder soweit: Unser jährliches Stufungswochenende stand an. Dafür ging es mit allen Stufen gemeinsam auf unsere Hütte. Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft, des Abschieds aus der bisherigen Stufe und natürlich des Übergangs in die nächste.

Besonders schön war in diesem Jahr, dass zwei neue Leiter aus den Reihen der Rover aktiv mit dabei waren und die Vorbereitung und Durchführung tatkräftig unterstützt haben. Auch unsere neuen Rover und Pfadis haben ordentlich mit angepackt. So wurde das Wochenende wirklich von vielen gemeinsam gestaltet.

 

Freitag – Ankommen, gemeinsam essen und zurückblicken

Am Freitagabend trudelten nach und nach alle auf der Hütte ein. Nachdem jeder seinen Platz gefunden hatte, wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Es gab Nudeln mit Bolognese und anschließend Pfirsichquark.

Danach wurde noch etwas gespielt und gemeinsam Zeit verbracht. Außerdem wartete bereits eine kleine vorbereitete Aktion auf die Kinder: eine spielerische Reflexionsrunde, bei der sie sich Gedanken über den Wechsel in die nächste Stufe machen konnten.

Dafür wurde unter anderem ein Rucksack gemalt. In diesen Rucksack sollten die Kinder eintragen oder malen, was sie aus ihrer bisherigen Stufe mitnehmen möchten – zum Beispiel schöne Erlebnisse, Freundschaften oder Dinge, die sie gelernt haben. Gleichzeitig gab es auch „Steine“, die sie in ihren Rucksack packen konnten. Diese standen für Dinge, die schwer waren oder die sie gerne hinter sich lassen möchten.

So konnten die Kinder ganz spielerisch auf ihre bisherige Zeit zurückblicken und gleichzeitig überlegen, was sie in ihrer neuen Stufe erwartet.

 

Samstag – Chaos, Türme und jede Menge Action

Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es am Samstagmorgen direkt nach draußen. Das Wetter war perfekt und so konnten wir den ganzen Tag draußen verbringen.

Als erstes stand mit allen Stufen gemeinsam das Chaosspiel auf dem Programm. Dafür werden im Gelände verschiedene Nummern beziehungsweise Zettel verteilt. Die Gruppen müssen diese suchen und anschließend die dazugehörige Aufgabe lösen. Erst wenn die Aufgabe geschafft ist, dürfen sie würfeln und auf dem Spielfeld weiterziehen.

Danach ging es mit einem weiteren großen Geländespiel weiter: „Turmbau zu Babel“. Hier werden verschiedene Wirtschaftssysteme, Völker und Fangspiele miteinander verbunden. Die Gruppen müssen dabei unterschiedliche Aufgaben und Herausforderungen bewältigen und versuchen, innerhalb des Spiels möglichst erfolgreich zu wirtschaften und ihren „Turm“ aufzubauen. Das sorgte für jede Menge Bewegung, Taktik und natürlich auch das ein oder andere Wettrennen.

Nach so viel Action war eine Pause dringend nötig. Zum Mittagessen gab es Kartoffeln mit Kräuterquark und anschließend Kuchen.

 

Die Stufungen – ein wichtiger Schritt

Danach wurde es für die einzelnen Stufen ernst: Die eigentlichen Stufungen standen an.

 

Von den Jufis zu den Pfadis

Für die Jufis ging es gemeinsam mit Karte und Kompass auf eine Wanderung nach Siebenbach zu einer Schutzhütte.

Dort wartete bereits eine Schatzkiste auf die Gruppe. Darin befanden sich Haribo in den Farben der beiden Stufen Blau und Grün sowie neue Halstücher. Anschließend wurden noch alkoholfreie Cocktails in den passenden Stufenfarben gemischt – unter anderem ein alkoholfreier Mojito und ein weiteres selbst zusammengestelltes Getränk.

So wurde der Wechsel in die Pfadistufe nicht nur symbolisch, sondern auch mit einer kleinen gemeinsamen Feier begangen.

 

Von den Wölflingen zu den Jufis

Auch für unsere Wölflinge gab es eine besondere Stufung. Gemeinsam ging es zum Kaiser-Wilhelm-Turm.

Dort wartete allerdings eine kleine Überraschung: Der sogenannte „Turmgeist“ trieb dort sein Unwesen. Einige der damaligen Pfadis hatten sich rund um den Turm versteckt und sorgten dafür, dass die Wölflinge ordentlich erschreckt wurden. Nach dem kleinen Abenteuer ging es wieder zurück zur Hütte.

 

Pizza aus dem Pizzaofen

Nachdem alle Gruppen ihre Stufungsaktionen abgeschlossen hatten, kamen nach und nach alle wieder auf der Hütte zusammen. Dort wartete bereits das Abendessen: frisch gebackene Pizza aus unserem Pizzaofen.

Damit war der Tag aber noch lange nicht vorbei.

 

Von den Pfadis zu den Rovern

Für einen Teil unserer Pfadis stand am Samstagabend noch ein besonders wichtiger Schritt bevor: die Stufung zu den Rovern.

Zum Einstieg wurde draußen das Gurkenspiel gespielt. Dabei steht eine Person in der Mitte eines Kreises, während eine Gurke heimlich im Kreis weitergegeben wird. Ziel ist es, unauffällig ein Stück abzubeißen, ohne dabei von der Person in der Mitte erwischt zu werden. Wie viel dabei gelacht wurde, dürfte niemanden überraschen.

Anschließend gab es noch eine Runde Flunkyball mit Spezi und Wasser.

Danach wurde es etwas ruhiger. In der Hütte fand eine gemeinsame Reflexionsrunde statt, bei der die zukünftigen Rover auf ihre bisherige Pfadfinderzeit zurückblickten und sich mit dem bevorstehenden neuen Abschnitt beschäftigten.

Anschließend gaben sie ihr Rover-Versprechen ab. Das Versprechen ist ein wichtiger Bestandteil des Roverübergangs: Die Jugendlichen setzen sich dabei bewusst mit ihren persönlichen Zielen, ihrer Verantwortung und ihrem weiteren Weg bei den Pfadfindern auseinander und geben ein Versprechen für ihre Zeit als Rover ab.

Als sichtbares Zeichen für diesen neuen Abschnitt bekamen die neuen Rover anschließend auch ihre neuen Halstücher.

 

Sonntag – Gemeinsam zurückblicken

Am Sonntag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor es ans Aufräumen und den Abbau auf der Hütte ging.

Zum Abschluss setzten sich noch einmal alle zusammen. In einer gemeinsamen Reflexions- und Feedbackrunde wurde auf das gesamte Wochenende zurückgeblickt. Was hat besonders viel Spaß gemacht? Was war ein Highlight? Was könnte beim nächsten Mal besser laufen?

Das Feedback fiel insgesamt sehr positiv aus: Alle fanden das Wochenende super.

Besonders schön war dabei, wie viel die einzelnen Stufen selbst übernommen haben. Die neuen Leiter, die zuvor noch Rover waren, halfen tatkräftig bei der Durchführung mit. Die frisch gewordenen Rover hatten ein eigenes Spiel vorbereitet und die Pfadis, die nun zu den Rovern wechselten, übernahmen einen großen Teil der Küche und sorgten damit maßgeblich dafür, dass das Wochenende so reibungslos ablaufen konnte.

So wurde das Stufungswochenende nicht einfach nur von den Leitern organisiert – alle haben ihren Teil dazu beigetragen.

Nach drei Tagen voller Spiele, gemeinsamer Aktionen, neuer Erfahrungen und natürlich einiger Abschiede hieß es schließlich Abschied nehmen. Die neuen Stufen waren gefunden, neue Halstücher verteilt und der nächste gemeinsame Abschnitt konnte beginnen.

Ein rundum gelungenes Wochenende und ein schöner Start in ein neues Pfadfinderjahr!